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Gegen die Wegwerfgesellschaft: Warum wir auf Reparatur statt Neukauf setzen | IT-Reparatur für Firmen

  • Autorenbild: Johannes Riedl
    Johannes Riedl
  • 12. Juli
  • 4 Min. Lesezeit

Der Bürorechner streikt, der Laptop wird täglich langsamer und der erste Gedanke ist: „Dann muss wohl ein neuer her.“ Muss er meistens nicht. In diesem Artikel erkläre ich, warum wir bei RIEDL CONSULTING zuerst reparieren, wann sich das für Ihren Betrieb rechnet und wann ehrlicherweise doch ein Neukauf die bessere Wahl ist.



„Warum reparieren, wenn man auch neu kaufen könnte?“


Interessanterweise höre ich diesen Satz vor allem von Privatanwendern. Bei kleinen Unternehmen klingt es in 8 von 10 Fällen ganz anders:


„Kann man das nicht noch benutzen? Es wäre doch zu schade, es wegzuwerfen.“


Und von dieser Haltung bin ich ein großer Freund. Zum einen, weil ich weiß, dass in kleineren Betrieben nicht immer das Kapital da ist, einfach etwas Neues zu kaufen. Zum anderen, weil ich es schlicht unsinnig finde, funktionsfähige Technik zu entsorgen.


Früher hatte unser Bäcker eine Auslage mit der Aufschrift „Gutes von Gestern zum halben Preis“. Ich fand das genial. So genial, dass ich mir angewöhnt habe, alles an Geräten, das noch aktiv genutzt werden kann, gedanklich als „Kann man noch essen“ zu deklarieren.


Warum sollten wir es dann also wegwerfen? Die Devise ist einfach: Wenn wir etwas wieder flottmachen können, dann tun wir das auch.



IT-Reparatur für Firmen: Techniker repariert geöffneten Laptop mit Schraubendreher
Bevor ein Gerät in die Tonne wandert, gehört es auf den Werktisch – oft entscheidet eine Stunde Handwerk über Jahre Lebenszeit.


Was ein Geräteausfall Ihren Betrieb wirklich kostet


Für Unternehmen kommt zur Anschaffungsfrage noch eine zweite Rechnung dazu – und die wird gerne übersehen: die Ausfallzeit.


Wenn der Rechner an der Kasse, im Büro oder in der Werkstatt stillsteht, kostet nicht das Gerät das meiste Geld, sondern die Stunden, in denen nicht gearbeitet werden kann. Ein Neukauf klingt nach der schnellen Lösung – bedeutet in der Praxis aber oft: bestellen, warten, einrichten, Programme installieren, Daten umziehen. Da sind schnell mehrere Arbeitstage weg.


Eine Reparatur oder gezielte Aufrüstung ist häufig schneller: Das Gerät bleibt, die Programme bleiben, die Daten bleiben – nur das defekte Teil wird getauscht. Sie fangen nicht bei null an.


Und noch ein Punkt für die Firmenbrille: Auch die Umweltbilanz zählt inzwischen. Wer Kunden oder Auftraggebern gegenüber glaubhaft nachhaltig auftreten möchte, hat mit „wir reparieren, statt wegzuwerfen“ ein ehrliches Argument – keines aus der Marketingabteilung.



Qualität, hinter der wir stehen


Billig ist nicht gleich günstig – und günstig muss nicht immer billig sein. Mein Grundsatz bei jeder Reparatur lautet deshalb:


Es wird nur das verbaut, was ich selbst kaufen würde.


Auch wenn es ein paar Euro mehr kostet: Meine Abneigung gegen Bauteile zweifelhafter Herkunft sorgt meistens automatisch dafür, dass eine Reparatur mehrere Jahre gut läuft. Denn wer billig kauft, kauft zweimal – das kennen Sie.


Zur Ehrlichkeit gehört aber auch die andere Seite: Bei nicht-elektronischen Ersatzteilen wie Deckeln, Scharnieren oder Blenden gibt es auf dem Weltmarkt Teile, deren Qualität vom Original praktisch nicht zu unterscheiden ist – zu deutlich geringeren Kosten. Man muss nur wissen, bei wem man was kaufen kann. Diese Ersparnis geben wir in Form günstigerer Reparaturen weiter. Qualität dort, wo sie zählt – Sparsamkeit dort, wo sie nicht schadet.



SSD-Aufrüstung statt Neukauf: Einbau einer SSD in einen Firmenlaptop
Kleiner Eingriff, große Wirkung: Eine neue SSD macht aus einem müden Bürorechner oft wieder ein flottes Arbeitsgerät – für einen Bruchteil des Neupreises.


Reparieren, aufrüsten – oder doch geprüft gebraucht?


Nicht jedes Gerät ist ein Reparaturfall, und nicht jeder Reparaturfall lohnt sich. In der Praxis prüfen wir drei Stufen – in dieser Reihenfolge:


  • Reparieren: Ein defektes Netzteil, ein gebrochenes Scharnier, eine sterbende Festplatte – oft ist das kein Fall für die Tonne, sondern für eine Stunde Handwerk.

  • Aufrüsten: Ein älterer Rechner mit neuer SSD und mehr Arbeitsspeicher fühlt sich oft an wie neu – für einen Bruchteil des Neupreises.

  • Geprüft gebraucht kaufen: Wenn wirklich Ersatz her muss, sind zertifizierte, wiederaufbereitete Geräte eine starke Alternative – teils mit Garantie und deutlich günstiger als Neuware.


Und wenn ein Gerät tatsächlich am Ende ist? Dann sagen wir das genauso offen. Eine Reparatur, die sich nicht rechnet, empfehlen wir nicht – auch das gehört zur Ehrlichkeit.


IT-Reparatur vor Ort: Knittlingen, Bretten, Mühlacker und Pforzheim


Für Firmenkunden im Raum Knittlingen, Bretten, Mühlacker und Pforzheim kommen wir direkt zu Ihnen in den Betrieb – denn Firmenrechner trägt man ungern durch die Gegend, und vor Ort sehen wir gleich das ganze Bild: Verkabelung, Netzwerk, Arbeitsplätze.


Für dringende Fälle erreichen Sie uns über unsere Notfall-Hotline an fast 24 Stunden an 7 Tagen wenn die Technik im laufenden Betrieb streikt, zählt schließlich jede Stunde. Vieles lässt sich zudem per Fernwartung lösen, ganz ohne Anfahrt.


Sie möchten gar nicht erst warten, bis etwas ausfällt? Genau dafür gibt es unseren IT-Gesundheitscheck zum Festpreis – eine gründliche Bestandsaufnahme Ihrer Technik, bevor der Ernstfall eintritt.



Elektroschrott vermeiden: ausrangierte Computer, die häufig noch reparierbar wären
Muss das sein? Vieles, was auf dem Elektroschrott landet, hätte noch Jahre gearbeitet.


Fazit: Reparieren ist keine Nostalgie sondern Betriebswirtschaft


Durch die heutigen Möglichkeiten werden Reparaturen geradezu wieder attraktiv: Ersatzteile sind verfügbar, Aufrüstungen günstig, geprüfte Gebrauchtgeräte etabliert. Gewusst wie hilft das, Elektroschrott zu vermeiden – und spart Ihrem Betrieb Geld, Zeit und die mühsame Neueinrichtung. Sie müssen eben nicht wieder bei null anfangen.


P. S.: Wie stehen Sie zum Thema Reparatur oder Neukauf? Retten Sie Geräte, oder muss es bei Ihnen immer das Neueste sein? Lassen Sie es mich gerne unten in der anonymen Kommentarsektion wissen.



DANKE!


Ich möchte mich an dieser Stelle für Ihre Zeit bedanken und hoffe, dieser Artikel konnte Ihnen zeigen, dass ein defektes Gerät nicht automatisch ein Fall für die Tonne ist. Sie haben Fragen oder Kritik? Dann würde ich mich über Ihr Feedback freuen! Nutzen Sie hierfür gerne die anonyme Kommentarsektion. Bis bald und bleiben Sie gesund!


Dieser Beitrag stammt aus der Reihe Tipps für Unternehmer und zeigt, warum sich Reparieren statt Wegwerfen gerade für kleine Betriebe lohnt.

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